Bloggen - Eine Gratwanderung zwischen Privat und Öffentlich


"Das stellst du alles ins Internet? Was einmal drin ist, bleibt auch da!".  

Als Blogs noch persönliche Tagebücher waren und nur von einem kleinen Leserkreis besucht wurden, spielte die ganze Sache kaum eine Rolle. Doch mittlerweile sieht das Ganze etwas anders aus: Blogs sind öffentlich, kommerziell und haben eine große Reichweite. Copy and Paste ist allgegenwärtig.
Ich persönlich überlege mir genau, welche Informationen und Bilder ich mit euch teile. Ich schreibe über Mode, meine Reisen, Beauty und Bücher, aber private Sachen versuche ich relativ gering zu halten, auch wenn das ja meist die interessanten Dinge sind.

Ich weiß, dass es Blogger gibt, die ihr ganzes Leben auf Social Media ausbreiten und via Snapchat jeden an ihren Alltag teilhaben lassen. Ich schaue mir das auch gerne an - selbst machen würde ich es aber nicht. Für mich gibt es diesen Unterschied zwischen Privat und meinem Blog.

Das mag einerseits komisch klingen, denn der Blog ist ja mein Privatleben - meine Freizeitbeschäftigung. Ich teile gern gewisse Dinge mit euch z.B. habe ich euch hier und hier einen kleinen Einblick in meinen Unistart gegeben. In meinen Monatsrückblicken schreibe ich über die Themen, die mich diesen Monat beschäftigt haben. Trotzdem gibt es eine Grenze.

Der gläserne Mensch. Wenn ich darüber nachdenke, was das Internet alles über uns wissen, dann bekomme ich schon ein komisches Gefühl. Vor allem unser Freund und Helfer Google ist Spitzenreiter im Datensammeln. Google weiß alles - was wir kaufen, wohin wir in den Urlaub fahren, was wir lesen, essen, hören, anschauen - einfach alles (zumindestens wenn wir irgendwas was davon in die Suchmaschiene eingeben). Ich finde es auch erschreckend, wie viel Privates teilweise bei Facebook öffentlich und unter vollem Namen geteilt wird.

Ich möchte nicht, dass das Internet alles über mich weiß. Ich kann es nicht leiden, wenn jemand Bilder postet, auf denen ich zu sehen bin, ohne sich mein Einverständnis zu holen (egal wie gut man befreundet ist). Auf meinem Blog entscheide ich selbst, was ich einstelle und was nicht. Und das ist der Unterschied.

Wie seht ihr das Ganze?

21 comments

  1. ich sehe das schon ähnlich wie du. Ich nutze Snapchat nur zum Gucken der Videos, habe auf FB so gut wie keine Inforamtionen über mich Preis gegeben und halte meinen Blog auch relativ unpersönlich. Außerdem mag ich es auch nicht, wenn Fotos von mir online gestellt werden, ohne dass ich vorher gefragt wurde. Wir sind uns da, denke ich, ziemlich ähnlich :)

    ReplyDelete
    Replies
    1. Ja, ich schau mir das auch auf Snapchat an, hab aber auch gar nicht selbst die Zeit und Motivation jede Sekunde meines Tages mitzufilmen ;)

      Delete
  2. Was für ein wichtiges Thema... aber ganz ehrlich: Ich denke nur sehr selten darüber nach, was ich online stelle. Bisher habe ich mir durch noch nichts geschadet, was ich veröffentlicht habe und vielleicht ist es daher auch nicht so sehr in meinem Bewusstsein vertreten.
    Aber was Bilder und so von mir angeht, möchte ich auch immer informiert werden, bevor jemand die hochlädt... und Facebook nutze ich irgendwie nicht, da es mir zu viele Informationen sammelt... ich bin wohl SEHR inkonsequent.

    Liebe Grüße und danke für das Kommentar!

    ReplyDelete
    Replies
    1. Super, dass du Facebook nicht nutzt. Ich habe mich dort auch erst relativ spät angemeldet, weil wir uns dort immer für die Schule ausgetauscht haben :)

      Delete
  3. Toll, dass du dieses Thema ansprichst! Ich habe da auch ganz klar meine Grenzen. Das Internet weiß sowieso schon genug über uns!

    Liebe Grüße,
    Jana von bezauberndenana.de

    ReplyDelete
  4. Sehr toller Beitrag! Ich stimme dir wirklich vollkommen zu, es gibt eine Grenze und die liegt einfach bei jedem wo anders. Ich persönlich könnte mir auch nicht vorstellen, 24/7 auf Snapchat mein Leben zu teilen aber schau es mir auch gerne an :)

    Love, Julia
    www.sere-ndipity.blogspot.de

    ReplyDelete
  5. This comment has been removed by the author.

    ReplyDelete
  6. Ich finde es auch ziemlich übertrieben, wenn manche ihr Privatleben bis auf kleinste Detail in der Öffentlichkeit teilen. Gut, es ist natürlich deren Sache aber ich habe bei so was ganz klar meine Grenzen und ich stimme dir da auf jeden Fall zu! LG und Happy Friday <3

    www.confashiontime.com

    ReplyDelete
  7. halte es genau wie du auf meinem Blog: Privates versuche ich so gering wie möglich zu halten - woebei es natürlich genau diese Informationen sind, die einen authentisch nach außen wirken lassen ;)

    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/
    https://www.instagram.com/liebewasist/

    ReplyDelete
    Replies
    1. Ja, ich finde diese Infos auch immer sehr interessant :)

      Delete
  8. Nice post dear! ;)

    ______________________
    PERSONAL STYLE BLOG
    http://evdaily.blogspot.com

    ReplyDelete
  9. Ich denke auch, dass jeder diese Grenzen für sich ziehen muss. Aber wenn ich sehe, wie manche selbst ihre eigene Hochzeit mit Instagram begleiten, finde ich das ziemlich abstrus. Besondere Momente sollten irgendwie exklusiv bleiben.
    Das Thema Privatsphäre habe ich letztens auch auf meinem Blog behandelt. Vielleicht interessiert es dich ja: http://worteplustaten.de/personality-blogging-mindert-persoenlichkeitsschutz

    Lieben Gruß,
    Jana

    ReplyDelete
    Replies
    1. Ja, das ist echt ein krasses Beispiel. Ich schau gleich mal bei dir vorbei ;)

      Delete
  10. Toller Beitrag. Ich finde ja in der heutigen Zeit teilt so gut wie jeder soooo viel privates im Internet, dass es auf die ein oder andere Sache auch nicht mehr ankommt.

    XX,

    Photography & Fashion Blog

    www.ChristinaKey.com

    ReplyDelete
    Replies
    1. Ich finde ja gerade weil schon so viel Privates im Internet ist, muss man wirklich aufpassen, dass man nicht zu gläsern wird!

      Delete
  11. Toller Beitrag, ich achte bei meinem Blog auch sehr darauf, was ich poste und teile. Einige nutzen ihren Blog ja sogar als eine Art Tagebuch. Das würde für mich nie in Frage kommen. Ich berichte gerne über viele erlebte Dinge oder Teile meine Tipps und einige Gedanken auf dem Blog, aber ich wähle dabei schon sehr aus, was öffentlich sein kann und was nicht. Wenn ich beispielsweise im Urlaub war, komme ich mit unzähligen Fotos nach Hause von denen nur ein Bruchteil auf dem Blog landen. Die für mich schönsten oder wichtigsten Bilder bleiben aber meist unveröffentlicht. Das sind vor allem die sehr privaten Momente auf so einer Reise. Einen schönen Ausflug zu einer Sehenswürdigkeit zu teilen finde ich hingegen zum Beispiel gar nicht schlimm. :) Das sind Dinge, die sich sowieso jeder anschauen könnte. Auch, wenn ich selbst auf Bildern bin... jeder, der zu dem Zeitpunkt am selben Ort war, hat mich dort ja auch "in der Öffentlichkeit" gesehen. :D

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünsch ich dir <3

    ReplyDelete
    Replies
    1. Dabei waren Blogs ja am Anfang wirklich als Tagebücher gedacht. Ich finde man kann das auch machen, aber dann sollte man den Blog auch auf privat setzten (das ist ja immerhin möglich).
      Das mit den Urlaubsbildern kommt mir bekannt vor :)

      Delete
  12. Gerade dein letzter Satz hat es auf den Punkt gebracht, auf meinem Blog entscheide ich, was die Welt zu sehen bekommt und was nicht :)

    Liebe Grüße
    Jimena von littlethingcalledlove.de

    ReplyDelete
  13. I think it's important to see the difference between personal and private

    xoxo,
    http://petitemaisonoffashion.blogspot.com/ ♥

    ReplyDelete
  14. Super interessanter Beitrag und ich sehe es genauso wie du! Manche Dinge sollten einfach privat bleiben, da doch Blogs eine hohe Reichweite haben können! :)
    Liebe Grüße
    Tanja. xx
    http://fleurrly.com

    ReplyDelete
  15. Ein sehr interessanter Beitrag, dessen Gedankengang ich vollends nachvollziehen kann. Früher war ich wesentlich unbedarfter, was die Preisgabe von persönlichen Infos auf Facebook und anderen sozialen Plattformen anbelangt. Inzwischen bin ich wesentlich skeptischer und auch etwas bewanderter, was Datenschutz, Google als Spähgigant und das private "zur Schau stellen" im Internet betrifft. Letztlich muss natürlich jeder Mensch selbst darüber verfügen, was er/sie in welchem Umfang im Internet öffentlich zugänglich machen möchte. Aber wenn man sich beispielsweise anschaut, was Facebook und Google aus unseren Daten ziehen, fände ich es viel wichtiger und wünschenswerte, dass mir als Verbraucherin auch möglich ist, darüber zu verfügen, wie meine Daten verwendet werden und ob sie überhaupt verwendet werden dürfen. Du hast Recht: mit Deinem Blog kannst Du Dir selber aussuchen, was Du öffentlich teilen möchtest und vor allem kannst Du darüber entscheiden, welchen Aspekt Du teilen möchtest. Ich handhabe es ja so, dass ich mit meiner Person und meinem Gesicht nicht erscheinen möchte, sondern meinen Blog eher um Informatives und um Produktreviews etc. aufbaue. Lange Rede, kurzer Sinn: schöner Beitrag!
    Liebe Grüße!

    ReplyDelete